Kurier-Journal

Zwei neue Bücher von Leo Gillessen beim GEV

Bis zum 30. September 2022 zum Subskriptionspreis erhältlich

Ostbelgien. – „Wovor ein Löwe Angst hat – oder das Land hinkt nach“ ist kein Gedichtband sondern eine Sammlung von „Bruchtexten“, wie der Autor sie nennt, eine Art absurder Kurzgeschichten mit offenem Ende. Im einführenden Text heißt es:

„Ist es Satire oder sind es doch nur ganz gewöhnliche Nachrichten, wie sie jeden Tag auf den Leser herab prasseln. Schwer zu sagen. Die Sätze stammen in ihrem Rohzustand ganz genauso aus dem realen, alltäglichen Wahnsinn. Zugegeben, hie und da ist etwas leicht verändert, hinzugefügt und/oder weg gelassen, aber das fällt doch kaum auf. Die Reihenfolge der Sätze ist fast zufällig und Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Situationen dürften gefunden werden, bleiben aber ohne Folgen für den Entdecker. Nichts ist so absurd wie die Realität, denn nichts passt zueinander und alles ist doch zusammen…“.

Zu den „Kurzgeschichten“ sagt Leo Gillessen: „Am Anfang war die Feststellung das nichts fertig ist. Von daher kommen diese Texte, die eigentlich fast genauso in allen Medien zu finden sind. Magazine und Online-Zeitungen liefern das eigentliche Rohmaterial der hier zusammengelegten Wortlinien:

Während ich nachsehe was vor sich geht in dieser Welt meiner Kreativität, übersehe ich Tag für Tag Sätze, Textstücke und Fragmente, über die ich dann stolpere. Einige nehme ich schließlich mit, so wie sie sind, andere biege und breche ich mir zurecht bis sie in den Rahmen passen. Manches ragt dann daraus hervor, anderes ist viel zu klein und wird kaum bemerkt. Es sind die jeweils absurden Realitätsbilder, so wie sie bleiben für die Dauer ihrer Aufzeichnung. Absurd wirken Sie ja nur wie sie hier als Sammelhäufchen zusammen liegen. Natürlich sieht das irgendwie komisch aus. Eigentlich sind es Geschichten, die etwa von der Ewigkeit einer Eintagsfliege berichten, bildlich gesprochen. Es wird auf die wichtigsten Dinge des Daseins eingegangen…“

Im Klappentext heißt es: Möglicherweise ist die Welt Ausdruck eines nur in Poesie sich auflösenden multiplen Konflikts. Die Texte spüren dem alltäglichen Chaos nach, dokumentieren die Wirklichkeit der Verlorenheit und wecken das lebenswichtige Bedürfnis nach Poesie!

Vielleicht will der Autor den Leser durch die Wahrnehmung der absurden Alltäglichkeit zur Schwelle der Poesie, also zum Gedicht begleiten. Und das ohne Zögern und Aufschieben denn für November ist Leo Gillessens neuer Gedichtband beim GEV angekündigt:

Bei dem Band „nicht einmal warten“ handelt es sich um 100 Gedichte aus den Jahren kurz vor und nach dem Ende der Zeitschrift KRAUTGARTEN, in denen sich im Erleben und Beschreiben des Autors die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Umbrüche, die jetzt vor sich gehen schon ahnen lassen. Der Umbruch besteht darin, dass der Einzelne aus der Realität einer kapitalistischen Profit-Gesellschaft, praktisch ohne Bewusstsein und Bewusstheit erlangen zu können, in eine virtuelle Realität der Teilnahmslosigkeit und Kälte gegenüber seinem wirklichen Sein und dem der Anderen geführt und gehalten werden soll. Wie der Autor diese Vorgänge bewusst in seiner Welt zu erleben und zu erspüren sucht dokumentieren diese Gedichte. Er nimmt eine klare alternative Position zur ‘konsumierenden Allgemeinheit’ ein. Eine Position, aus der für die tatsächliche Freiheit nichts anders benötigt wird als das, was da ist, in einer Welt, in der die Entschiedenheit zum Frieden ohne wirkliche Alternative ist, wie immer deutlicher erfahrbar wird. Jeder Einzelne hat die Macht und die Verantwortung sich selbst zu befrieden, aufzuhören anderen Feind zu sein – allen anderen. Dazu ist Poesie ein gutes Mittel und davon sprechen die Gedichte diese Buches.

„Leo Gillessen ist der bedeutendste Lyriker Ostbelgiens“ und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift KRAUTGARTEN, das schrieb Bruno Kartheuser 2009, anlässlich der damaligen Herausgabe des Bandes „Fast Stille“. In den letzten beiden Jahren erschienen von ihm zwei Französische Gedichtbände beim Verlag „Tétras Lyre“, nämlich „Plus rien ne cachera notre nudité“ und zuletzt „Pavot bleu – entre deux pluies“. Anfang nächsten Jahres wird im gleichen Verlag ein neuer Band Gillessens erscheinen, mit je 100 Kurzgedichten auf Deutsch und Französisch unter dem Titel „un moment à peine – kaum ist alle zeit“. Weitere Bände sind in Vorbereitung für die nahe Zukunft.

Beide Bücher können jetzt beim Grenz-Echo Verlag bis zum 30. September 2022 zum günstigen Angebotspreis* bestellt werden:

„Wovor ein Löwe Angst hat – oder das Land hinkt nach“ zu 8 € (Ladenpreis 10 €) „nicht einmal warten“ zu 10 € (Ladenpreis 13 €).

Beide Bücher zusammen für 18 € (Ladenpreis gesamt: 23 €) – buchverlag@grenzecho.behttp://www.gev.be

* bei Vorbestellung und Vorauszahlung bis zum 30.09.22. – zzgl. Versand 4 € bei Lieferung innerhalb Belgiens und Deutschlands

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