Kurier-Journal

Hilfsorganisation um Angelika Hoffmann feiert

20 Jahre Zusammenarbeit zwischen Haiti und Belgien

Haiti. – Die Organisation Haiti-Farnières wurde im Jahr 2001 auf Initiative von Jean-François Detournay, aus dem beschaulichen Dörfchen Farnières nach mehreren Reisen nach Haiti und einem Treffen mit Pater Ducange in Haiti gegründet. Das Hauptziel war und ist die Begegnung und der Austausch junger Belgier mit jungen Menschen aus einem der ärmsten Länder der Welt.

Von 2001 bis 2010 wurden zusätzlich zu diesen Jugendbegegnungen Hilfen für gesundheitliche oder schulische Belange gewährt. Im Jahr 2007 begannen die ersten Lieferungen von Containern mit Material. Nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2010 mussten weitere Initiativen ergriffen werden, um den dringenden Bedarf des Landes zu decken und eine langfristige Hilfe sicherzustellen. Glücklicherweise trafen die Spenden schnell ein, so dass auf ein Maximum an Anfragen unserer Partner in Haiti reagiert werden konnten (Versand von Containern mit Ausrüstungsgegenständen, Lebensmitteln, Kleidung, Möbeln und Schulmaterial, pflegerische und psychologische Unterstützung vor Ort, finanzielle Unterstützung für Wiederaufbauprojekte, soziale Hilfe für betroffene Familien usw.).

Seit 2010 hat Haiti-Farnières eine neue Dimension erreicht, um den wachsenden Anforderungen in Haiti gerecht zu werden. Um unsere Aktionen zu betreuen und zu begleiten, beschloss Angelika Hoffmann, die ursprünglich aus Born stammt, im März 2012 in das Land zu ziehen:

– Schulpatenschaften: Da die Schule in Haiti zu 90 % kostenpflichtig ist, unterstützt die Organisation dank 200 Patinnen und Paten derzeit mehr als 200 Kinder. Diese Paten finanzieren die Einschulung und haben die Möglichkeit, Briefe mit ihren Patenkindern auszutauschen, sie so besser kennen zu lernen und ihre Schullaufbahn zu verfolgen.

Zusätzlich zu den individuellen Patenschaften unterstützt die Organisation zwei Schulen: eine in der Nähe von Port-Au-Prince, in einer sehr armen Region, und eine weitere in einem Dorf mit einigen hundert Einwohnern im Nordosten des Landes. Letztere wurde von einem jungen Mann gegründet, der selbst durch eine unserer Patenschaften die Möglichkeit hatte, eine Schule zu besuchen.

– Jugendreisen: Bis 2018 konnte Haiti-Farnières jedes zweite Jahr Jugendreisen anbieten. Im Jahr 2020 konnte diese Reise aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht organisiert werden. Da die Gesundheits- und Sicherheitslage alles andere als stabil ist, ist derzeit keine Jugendreise bis 2024 in Planung.

– Teilnahme am Programm zur Ausbildung von Ausbildern mit Via Don Bosco: Seit 2013 beteiligt sich unsere Organisation zusammen mit Via Don Bosco, einer belgischen Hilfsorganisation und der belgischen Regierung finanziell an einem Ausbildungsprogramm für Lehrer. Oft haben die Lehrer nur eine geringe oder gar keine Ausbildung. Sie haben nur etwas Erfahrung. Dieses Programm trägt dazu bei, einige der Mängel zu beheben und die Ausbildung der Lehrer zu vervollständigen.

– Gebäude: Mit der Don-Bosco-Schule in Verviers hat die Organisation bereits 4 Reisen zum Bau von Schulgebäuden in Haiti organisiert. Somit ist eine großartige Zusammenarbeit zwischen

Studenten in Belgien, die vor Ort mit haitianischen Schülern gearbeitet haben, entstanden.

– Mikrokredite: Für motivierte junge Menschen mit einem konkreten Projekt bietet Haiti-Farnières Mikrokredite an, damit sie ihr eigenes Unternehmen gründen können – bisher hauptsächlich in der Landwirtschaft.

– Gründerzentrum: Im Jahr 2020 hat die Organisation ein mehr als 5 Hektar großes Grundstück im Nordosten Haitis gekauft, um dort ein landwirtschaftliches Gründerzentrum aufzubauen. In dieser Schule können junge Menschen mit abgeschlossener Schulausbildung lernen, einen kleinen Bauernhof zu führen. (Tierhaltung, Gemüseanbau und Obstkulturen). Diese jungen Menschen werden ein Jahr lang betreut, um praktisch zu erlernen, einen Betrieb finanziell, technisch und administrativ zu führen.

Derzeit wird das Grundstück gesäubert, der Zaun gesetzt, ein Brunnen gebohrt und in den nächsten Wochen mit der Bepflanzung begonnen. Angelika ist jeden Tag mit einem Agronomen, zwei Agrartechnikern und einem Arbeiter vor Ort, die alle aus Haiti stammen und von Haiti-Farnières eingestellt wurden.

– Soforthilfe: Haiti-Farnières reagiert auf dringende und konkrete Hilfeersuchen bei Notfällen und konkreten Anfragen, die von den Partnern vor Ort formuliert werden. Angelika Hoffmann überwacht stets die Gültigkeit der Anträge und den Ablauf der Hilfen.

– Gesundheit und soziale Unterstützung: Die Organisation reagiert auf spezifische Anfragen bei medizinischen Problemen. Angelika Hoffmann übernimmt manchmal selbst die medizinische Versorgung. Außerdem werden einige Personen finanziell bei größeren Operationen unterstützt. Haiti-Farnières leistet Sozialhilfe für Haushalte, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden.

– Container: Haiti-Farnières verschicket durchschnittlich einen 60 m³ Container pro Jahr mit verschiedenem Material: Schulmöbel, Kleidung, Matratzen, Bücher, landwirtschaftliche Geräte, Werkzeuge, Fahrräder, medizinische Geräte, Möbel, Spiele, Büromöbel, Baumaterialien,…

Spenden können auf eines der folgenden Konten eingezahlt werden:

– AISBL Haiti-Farnières: BE49 0013 3789 9071 ohne Möglichkeit von Steuervorteilen

– Über Via Don Bosco: BE84 4358 0341 0159 mit dem obligatorischen Vermerk „6404 Haiti-Farnières“. Über Via Don Bosco, die alle Spenden an Haiti-Farnières weiterleitet, wird für jede Zahlung von mehr als 40€ eine Steuerbescheinigung ausgestellt.

Weitere Informationen auf Anfrage per E-Mail an pierre@ruyssen.com.

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