Kurier-Journal

Idelux Environnement Bilanz

PMK-Verpackungen werden seit 5 Jahren von Haus zu Haus gesammelt

Ostbelgien.– Mit der Einführung der PMK-Haussammlung im Oktober 2021 haben sich die Sortiergewohnheiten der Einwohner/innen im Gebiet von IDELUX Environnement grundlegend verändert. Fünf Jahre später fällt die Bilanz mehr als positiv aus: Die gesammelten Mengen übertreffen die ursprünglichen Zielsetzungen deutlich. Gleichzeitig hat sich in Belgien eine leistungsfähige Sortier- und Recyclingbranche entwickelt.

Für viele Bürgerinnen und Bürger kam die Umstellung einer kleinen Revolution gleich. Vorbei sind die Fahrten zum Recypark, um Plastikflaschen und -flakons, Metallverpackungen und Getränkekartons abzugeben. Heute werden PMK-Verpackungen alle zwei Wochen direkt an der Haustür eingesammelt und anschließend in moderne, hochtechnisierte Sortierzentren gebracht.

Verstärkte Organisation vor Ort

Die Einführung der PMK-Haussammlung hat auch zu Veränderungen innerhalb der Organisation von IDELUX Environnement geführt.

Um diese neue Aufgabe zu bewältigen, wurde der Sammeldienst ausgebaut. Heute umfasst er einen Vorarbeiter, drei Teamleiter, fünfzehn Fahrer, fünfundzwanzig Lader sowie eine Flotte von vierzehn Sammelfahrzeugen.

Gleichzeitig haben die Verwertungsstandorte in Habay, Tenneville und St.Vith ihre Arbeitsabläufe angepasst, um den Umschlag der eingesammelten Verpackungen sicherzustellen.

Auch die Recyparks haben sich weiterentwickelt.

Neuorganisation ermöglichte insbesondere den Ausbau von Wiederverwendungsprojekten für Gegenstände und gut erhaltene Baumaterialien.

Eine Branche mit Zukunft, fest in Belgien verankert

Parallel dazu hat sich unter der Federführung von Fost Plus, der Organisation für die Koordination der Sammlung, Sortierung und Verwertung von Haushaltsverpackungen, eine starke belgische Recyclingbranche entwickelt.

So entstanden neue PMK-Sortierzentren, darunter das Sortierzentrum SITEL in Engis, an dem IDELUX beteiligt ist. Der Integrationsbetrieb beschäftigt heute rund 65 Mitarbeitende und verarbeitet jährlich etwa 40 000 Tonnen PMK-Abfälle aus dem Gebiet von IDELUX Environnement und INTRADEL (Provinz Lüttich). Das entspricht rund 6 000 PMK-Säcken pro Stunde.

Auch die Verwertung der gesammelten Verpackungen erfolgt zunehmend im eigenen Land. Ein Beispiel dafür ist die Recyclinganlage MOPET in Neufchâteau, die im vergangenen Juli eingeweiht wurde. Langfristig sollen dort rund 90 Arbeitsplätze entstehen. Jährlich werden bis zu 40 000 Tonnen Plastikverpackungen aus verschiedenen Sortierzentren zu neuen Plastikverpackungen verarbeitet.

Richtig sortieren bleibt eine zentrale Herausforderung

Trotz der sehr positiven Ergebnisse bleiben wichtige Herausforderungen bestehen. Die erste betrifft die Qualität der Mülltrennung.

Derzeit enthalten etwa 13 Prozent der eingesammelten PMK-Säcke Sortierfehler, die das Recycling erschweren oder sogar verhindern. Ineinandergesteckte Verpackungen, noch gefüllte Flaschen, Karton, Textilien oder andere Fremdstoffe beeinträchtigen die Arbeit der Sortierzentren und senken die Recyclingleistung.

Manche Fehlwürfe können sogar schwerwiegende Folgen haben. Batterien, elektronische Geräte oder gefährliche Abfälle, die in PMK-Säcken entsorgt werden, stellen ein reales Brand- und Explosionsrisiko während der Sammlung, des Transports oder der Sortierung dar. Die Verbesserung der Sortierqualität bleibt daher eine zentrale Aufgabe, um das Recycling zu optimieren, die Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten und die Kosten der gesamten Wertschöpfungskette unter Kontrolle zu halten.

Der beste Abfall ist jener,

der gar nicht entsteht

Neben einer korrekten Mülltrennung wird die Verringerung der Abfallmengen eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre sein. Denn auch wenn Recycling wertvolle Ressourcen schont und Materialien ein zweites Leben ermöglicht, bleibt die wirksamste Umweltmaßnahme die Vermeidung von Abfällen.

Die neue europäische Verpackungsverordnung, die am 12. August 2026 in Kraft getreten ist, verfolgt genau dieses Ziel.

Sie fördert einfachere, besser recycelbare und insgesamt weniger Verpackungen und setzt verstärkt auf wiederverwendbare Lösungen, wo dies möglich ist.

Für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Unternehmen bedeutet dies eine doppelte Herausforderung: weiterhin konsequent richtig zu sortieren und gleichzeitig den eigenen Abfall im Alltag zu reduzieren. Wiederverwendbare Produkte wählen, unnötige Verpackungen vermeiden und Gegenstände länger nutzen – all diese Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag für die Umwelt.

Kontaktiert uns…

Folgt uns…

Zur Website von: