Kurier-Journal

Ostbelgische Klöppelgruppe

Weltweite Klöppel-Challenge erreicht Ostbelgien

Bütgenbach.– Die Ostbelgische Klöppelgruppe aus Bütgenbach ist erneut Teil einer internationalen Bewegung, die zeigt, wie lebendig und modern das Klöppeln heute ist.

Weltweit entstehen regelmäßig gemeinsame Projekte – sogenannte Challenges –, bei denen Klöpplerinnen und Klöppler ein bestimmtes Motiv gestalten und einsenden. Die Bandbreite dieser Aktionen ist beeindruckend: geklöppelte Kreuze zum 80. Jahrestag des D-Day in der Normandie, kunstvolle Rosen für den internationalen Klöppelkongress in Bulgarien, filigrane Herzen für „900 Jahre Binche“ – und viele weitere Projekte, die Menschen über Ländergrenzen hinweg verbinden.

Auch in Ostbelgien wird diese Tradition mit Begeisterung weitergeführt. Die aktuelle Challenge widmet sich geklöppelten Blättern, die später dekorative Windlichter schmücken werden.

Die ersten Einsendungen sind bereits eingetroffen und zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und zeitgemäß dieses textile Handwerk interpretiert werden kann.

Diese Windlichter werden im Oktober im Rahmen der Ausstellung der Ostbelgischen Klöppelgruppe zugunsten der Krebshilfe Süden Ostbelgiens verkauft.

Die Klöppelgruppe besteht aus elf Mitgliedern, die sich alle 14 Tage in Bütgenbach treffen. In dieser geselligen Runde entstehen nicht nur feine Fadenstrukturen, sondern auch viele wertvolle Kontakte und Freundschaften. Obwohl das Klöppeln in Ostbelgien noch nicht überall bekannt ist, engagiert sich die Gruppe seit Jahren mit großem Einsatz, besucht Ausstellungen in Belgien und arbeitet eng mit der Kreativen Werkstatt Mürringen–Bütgenbach zusammen.

Ihr gemeinsames Ziel: zu zeigen, dass Klöppeln weit mehr ist als ein altes Handwerk. Moderne Formen, internationale Kooperationen und kreative Experimente beweisen, wie faszinierend und vielseitig diese textile Kunst heute ist.

Im Oktober werden die Ergebnisse der aktuellen Challenge – darunter die Windlichter für den guten Zweck – im Rahmen einer Ausstellung in Bütgenbach zu sehen sein.

Bis dahin wächst die Sammlung Blatt für Blatt weiter und verbindet Ostbelgien mit der ganzen Welt.

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