Ein Sammler mit Sinn für große Hingucker
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Hinderhausen. – Insgesamt rund 400 Leuchttafeln in verschiedensten Größen und Formen sind im Keller zu sehen. Vor knapp zehn Jahren habe er begonnen, die Stücke zu sammeln – „und ich bin noch lange nicht fertig. Ich habe ja auch nur zwei Hände“, schmunzelt er.
Entstanden sei die Leidenschaft eher zufällig. „Ich habe damals eine Tafel für meine Pferde gekauft, weil ein Pferd darauf zu sehen war. Im zweiten Jahr habe ich dann zwei gekauft, im dritten drei, im vierten vier – und danach pro Jahr 60 bis 70.“
Viele Stücke stammen von Trödelmärkten oder aus dem Internet, andere direkt aus Kneipen – aus der nahen ebenso wie aus der weiteren Umgebung. Dazu zählen etwa Aushängeschilder des ehemaligen Cafés „On Knoll“ in Herresbach, vom Hotel „Zum Buchenberg“ in Rodt oder alte Schilder der Metzgerei Peters in St.Vith.
Rund 200 der Tafeln sind derzeit an den Strom angeschlossen und können beleuchtet werden, weitere 200 werden noch installiert. Auch sein früherer Beruf als Lkw-Fahrer kam Günther Laberger bei der Suche zugute. „Dabei hat man viel gesehen und ist mit vielen Leuten in Kontakt gekommen, die Tipps gegeben haben, wo man auch im Inland noch Schilder bekommen könnte.
Ich bin auch einmal an einer Baustelle vorbeigefahren, wo Arbeiter Autobahnleuchtschilder austauschten und die alten einfach in einem Müllcontainer lagen. Da habe ich angehalten und gefragt, ob ich sie nicht mitnehmen könnte. Die Dinger sind schon beeindruckend groß.“
Neben Leuchttafeln schlägt sein Herz auch für alte Fahrzeuge.
Oft bringen Menschen ihm inzwischen auch ausgediente Tafeln vorbei, wenn sie von seiner Leidenschaft erfahren. Wichtig ist ihm dabei, Struktur in die Sammlung zu bringen. Einige Bereiche seien bereits abgeschlossen, doch Platz sei noch vorhanden.
Platz braucht er auch für seine Sammlung verschiedener Oldtimer, an denen er gerne selbst schraubt – vom restaurierten Käfer über einen alten Ford Escort und mehrere VW Golf bis hin zum Opel Manta. „Es ist natürlich schwierig, den Menschen das Bild nur durch Erklärungen zu vermitteln. Deshalb kommen viele vorbei und wollen sich das Schauspiel anschauen. Da ist man schon etwas stolz.“
(Quelle: GrenzEcho)

