Klinik St. Josef Sankt Vith
St.Vith. – Die Klinik St. Josef in Sankt Vith hat am Freitag, den 8. Mai 2026, ihr neues Notarzteinsatzfahrzeug der Marke BMW vorgestellt. Mit dem neuen Wagen soll die Qualität und Schnelligkeit der notfallmedizinischen Versorgung in der Region weiter gestärkt werden. Das Fahrzeug wurde speziell auf die Anforderungen eines ländlichen Einsatzgebietes ausgelegt und ermöglicht dem Team ein schnelles und sicheres Eingreifen – unabhängig von Wetterbedingungen oder der Zugänglichkeit der Einsatzorte.
Der neue BMW verfügt über einen 381 PS starken Benzinmotor mit Automatikgetriebe. Den Umbau des Fahrzeugs übernahm die Firma AB Technics in Malle bei Antwerpen. Die Gesamtkosten für Fahrzeug und Umbau belaufen sich auf 140.000 Euro. Davon wurden 60 Prozent von der Deutschsprachigen Gemeinschaft finanziert, einschließlich der medizinischen Ausstattung und des Zubehörs. Die Klinik betont zudem die hohe Stabilität des Fahrzeugs, auch bei schwierigen Fahrmanövern.
Zur Ausstattung des neuen Notarztwagens gehören unter anderem ein modernes Beatmungsgerät, ein automatischer Reanimationsarm der neuesten Generation, spezielle Notfallrucksäcke für Kinder und Erwachsene sowie Material für Geburten, Verbrennungen, Amputationen und die Stabilisierung von Traumapatienten. Darüber hinaus befinden sich Sauerstoffgeräte, Medikamente, Reanimationsmaterial sowie Hygiene- und Schutzmaterial an Bord.
Der Notarztdienst in Sankt Vith besteht aus einem Notarzt beziehungsweise einer Notärztin und einer Pflegekraft mit Spezialisierung in Intensivpflege und Notfallmedizin. Gemeinsam gewährleisten sie eine rasche Versorgung der Patientinnen und Patienten vor Ort, bevor diese in das jeweils am besten geeignete Krankenhaus transportiert werden. Im Einsatz fährt die Pflegekraft das Fahrzeug, während der Arzt oder die Ärztin auf dem Beifahrersitz Platz nimmt.
Alle Fahrerinnen und Fahrer des Notarztwagens absolvieren ein dreitägiges Sicherheitstraining bei der Peugeot Driving Academy in Bernister. Zusätzlich wird alle drei Jahre ein Auffrischungstraining durchgeführt.
Im Jahr 2024 verzeichnete der Dienst 666 Einsätze. 2025 waren es 626 Einsätze, darunter 68 dringende interhospitale Transfers (TIHU) in andere Kliniken. Dabei handelt es sich beispielsweise um Patientinnen und Patienten mit akutem Herzinfarkt, die dringend eine Koronarangiographie benötigen, oder um Fälle von Hirnblutungen, die eine spezialisierte Weiterbehandlung erforderlich machen.
Die Klinik St. Josef dankt allen Partnern und Behörden, die diesen für die Bevölkerung der Eifel und der umliegenden Gemeinden unverzichtbaren Dienst seit vielen Jahren unterstützen.

