Themenabend
Eupen.– Verschwörungstheorien gibt es nicht erst seit der Coronakrise. Doch was passiert, wenn aus einem kleinen Zweifel nach und nach eine feste Überzeugung wird?
Die Lupe, eine Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht, und das Medienzentrum laden zu einem Abend zum Nachdenken, Hinterfragen und Diskutieren über Zweifel, Vertrauen, Gruppendynamik und die menschliche Suche nach Erklärungen ein. Verschwörungstheorien wirken von außen oft seltsam oder kaum nachvollziehbar. Doch der Weg dorthin beginnt nicht unbedingt mit einer spektakulären Geschichte. Er kann mit Misstrauen, einem persönlichen Erlebnis, dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt, oder dem Wunsch nach einfachen Erklärungen beginnen. Warum glauben Menschen an Verschwörungstheorien? Was geschieht, wenn aus einem kleinen Zweifel eine feste Überzeugung und daraus ein immer umfassenderes Weltbild wird? Warum wirken bestimmte Erklärungen plötzlich überzeugender als andere? Welche Rolle spielen Angst, Unsicherheit, Zugehörigkeit und das Bedürfnis, Zusammenhänge zu erkennen? Und warum wird es manchmal so schwierig, sich wieder aus diesem Denken zu lösen?
Referent Jan Hilgers zeichnet an diesem Abend den Weg in eine Verschwörungstheorie Schritt für Schritt nach. Die Teilnehmenden erfahren, wie Verschwörungserzählungen entstehen, warum sie sich gegenseitig verstärken können und was Menschen immer tiefer in ein solches Weltbild hineinführt. Dabei geht es nicht darum, über Menschen zu urteilen, die an Verschwörungstheorien glauben. Vielmehr soll verständlich werden, was hinter diesem Denken steckt und warum es jeden Menschen betreffen kann.
Der kostenlose Themenabend beginnt am Dienstag, dem 17. November, um 19 Uhr im Café am Stockberger Weg 5A in Eupen.
Eine Online-Teilnahme ist ebenfalls möglich.
Eine Anmeldung ist erwünscht und kann bei der Lupe unter der Telefonnummer 087/55 27 19 oder per
E-Mail an info@lupe.be sowie beim Medienzentrum unter der Telefonnummer 087/55 55 51 oder online unter http://www.urlr.me/!verschwörung
erfolgen.

