Kurier-Journal

Pilgerweg als Auseinandersetzung

306. Ardennenwallfahrt von Lendersdorf nach Saint-Hubert

(Fortsetzung von Seite 1)

Bütgenbach/Maldingen. – Was zunächst wie eine Flucht erscheint, entwickelt sich zu einem intensiven Prozess der Auseinandersetzung mit sich selbst.

Mit ihren acht Tagen Dauer und ca. 320 Kilometern Strecke übertrifft die recht anspruchsvolle Fußwallfahrt der St. Hubertus-Bruderschaft von Lendersdorf (Düren) nach Saint-Hubert die heute nicht mehr geübte siebentägige Pilgerfahrt von Monschau zum Mathiasgrab in Trier. Der alte Markt- und Burgort Bütgenbach ist von der Geschichte her eine immer wieder gerne angesteuerte Zwischenstation gewesen. Am Freitagmorgen wurden die Pilger in Bütgenbach herzlich willkommen geheißen und feierten den Pilgergottesdienst. Der 78-jährige Pilgerleiter Rudi Feron, der zum 58. Mal teilnimmt, nahm erstmals mit 14 Jahren an der Fußwallfahrt von Lendersdorf nach Saint-Hubert teil. Seit 38 Jahren leitet der Vater von zwei Kindern die Pilgergruppe. Er sucht für jeden Abend die Unterkünfte und sorgt für die Verpflegung unterwegs.

„Wir finden überall wie in einer großen Familie eine sehr herzliche Aufnahme. Es ist zweifellos eine große Herausforderung für die 300-Einwohner zählende Ortschaft Maldingen so viele Pilger bei Privatpersonen unterzubringen.“

Zu Christi Himmelfahrt begann für die Pilger die erste Etappe, die sie von Lendersdorf/Düren nach Kalterherberg führte. Von dort zogen sie am Freitagmorgen über den Truppenübungsplatz Elsenborn und Berg nach Bütgenbach, wo nach dem Gottesdienst ein gemeinsames Frühstück in den beiden Bäckereien eingenommen wurde. Die zweite Tagesetappe führte die Pilger von Bütgenbach über Schoppen, Amel und St.Vith nach Maldingen, wo sie in Privatquartieren übernachteten.

Von dort aus ziehen sie nach Bastogne, wo sie am Samstagabend erwartet werden. Am Sonntag erreichen sie schließlich das Pilgerziel Saint-Hubert und kehren am Montagmorgen wieder über Bastogne, Maldingen und Bütgenbach nach Lendersdorf zurück, wo sie am Donnerstag erwartet werden.

(Quelle: GrenzEcho)

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