Kurier-Journal

Das autonome Haus

Kleine Änderungen große Wirkung

Um zu funktionieren und seinen Bewohnern alle modernen Vorteile zu bieten, muss ein autonomes Haus seinen eigenen Strom, seine eigene Wärme und sein eigenes Warmwasser produzieren. Und nach der gleichen Öko-Logik muss auch das Haus selbst so wenig wie möglich verbrauchen. Durch die Kombination verschiedener Produktionsmethoden, energiesparender Lösungen und eines neuen Lebensstils ist es also möglich, ein Haus zu errichten, das zu 100 % autark ist und wenig Energie verbraucht. Dabei ist der erste Schritt eine gründliche Isolierung von Wänden, Dach, Fenstern und Türen – kurz gesagt der Gebäudehülle – das kann den Heizungsverbrauch um bis zu 90 Prozent senken.

Außerdem ist es bei Neubauten möglich, das Haus so auszurichten, dass die Wärme der Wintersonne optimal genutzt wird. Im Sommer bringt ein kanadischer Brunnen (ein Erdwärmetauscher) Kühlung ins Haus, ohne Energie zu kosten. Sonnenkollektoren und Haushaltsbatterien in Kombination mit einem solaren Warmwasserbereiter und einem Kraft-Wärme-Kopplungssystem (Pellets, Holz, Wasserkocher…) ermöglichen es, den eigenen Bedarf an Strom, Heizung und Warmwasser zu decken. In einem autonomen Haus wird das Regenwasser gesammelt, gefiltert und in Tanks gespeichert. Das Wasser fließt dann über zwei getrennte Kreisläufe durch das Haus. Der erste ist für die Toilette, die Waschmaschine, den Geschirrspüler, die Dusche. Der zweite ist für das Trinkwasser. Dank der Filtersysteme, in der Regel mit Kohle oder Keramik, wird das Regenwasser perfekt trinkbar und gesund. Energie zu sparen bedeutet, weniger zu produzieren. In einem autonomen Haus gibt es nur Lampen mit geringem Verbrauch. Die Wäsche wird bei niedriger Temperatur gewaschen und draußen oder auf einem Trockengestell im Haus getrocknet. Bei einem autonomen Haus kommt es also auf eine Ansammlung kleiner Aktionen an, die sich zu beeindruckenden Energieeinsparungen summieren.

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