Kurier-Journal

Wie wir die Welt sehen

Buch des Monats

Eupen. – In den Pfarrbibliotheken Eupen St. Nikolaus und St. Josef können Sie das Buch des Monats „Wie wir die Welt sehen“ ausleihen. Das Buch trägt einen recht langen Untertitel: Was negative Nachrichten mit unserem Denken machen und wie wir uns davon befreien. Und genau darum geht es der Autorin Ronja von Wurmb-Seibel, die zwei Jahre in Kabul gelebt und gearbeitet hat. Permanent bericht eine wahre Sturmflut von Informationen über uns herein und nach dem bekannten journalistischen Prinzip „Only bad news are good news“ überwiegen die Katastrophenmeldungen bei weitem die guten Nachrichten. Journalisten, Experten für Alles und Nichts und sogar Meteorologen treten mit Leichenbittermiene vor die Fernsehkameras und verkünden kaum verbrämt, dass die Welt unaufhaltsam den Bach hinuntergeht, wir geradewegs auf die Endzeit-Mauer zurasen usw. Dass drückt nicht nur auf die Stimmung sondern verzerrt auch den Blick auf die Wirklichkeit und lähmt unsere Bereitschaft zur Veränderung. Resignation greift immer weiter um sich. „Wie entkommen wir dieser Negativ-Spirale?“ fragt Ronja von Wurmb-Seidel und versucht auch gleich eine Antwort: „Stellen wir uns gemeinsam vor, wie es sich anfühlen würde – und was es in unserem Leben auslösen würde – wenn wir Nachrichten konsumieren würden, die nicht nur zeigen, wo gerade Schlechtes auf der Welt passiert, sondern auch, wie sich die Dinge zum Guten verändern.“ Es ist die sich ständig wiederholende Geschichte vom halbvollen oder halbleeren Glas. „Stellen wir uns vor, die Nachrichten würden uns… zeigen, dass gesellschaftlicher Wandel bereits passiert. Dass sich überall auf der Welt Menschen dafür ins Zeug legen, damit wir sicherer, freier und selbstbestimmter leben können.“

Dazu schreibt die bekannte Komikerin Carolin Kebekus: „Ich war mir dessen nicht bewusst, aber auf dieses Buch habe ich, haben wir alle gewartet. Es kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, guter Journalismus war nie wichtiger.“

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