Kurier-Journal

Bleigießen

Ein Blick in die Zukunft

Auch in der Region werden zum Jahreswechsel wieder viele Bleifiguren gegossen. Traditionell verbindet man mit den Figuren, die sich beim rasanten Abkühlen des erhitzten Metalls bilden, einen Fingerzeig in das kommende Jahr. Wie verändert sich das Berufsleben? Wird es etwas Neues in der Liebe geben? Schon die alten Römer haben sich mit dieser Tradition beschäftigt, waren sie doch das erste Volk, das in großem Maße Blei beim Bauen von Aquädukten verwendet hat. Beim Bleigießen wird eine Figur aus Blei auf einem Löffel über einer Kerze erhitzt. Ist das Metall geschmolzen, wird es in kaltes Wasser geschüttet – heraus kommt eine Silhouette, bei der man in der Regel ein wenig überlegen muss, um einen möglichen Sinn zu entdecken. Und genau darin liegt der Spaß. Es ist jedoch auch wichtig, sich über die möglichen gesundheitlichen Folgen des Bleigießens im Klaren zu sein. Beim Erhitzungsprozess kann es – vor allem, wenn bereits Alkohol im Spiel ist – bei Unachtsamkeit zu Verbrennungen kommen. Außerdem ist Blei ein Schwermetall und damit sehr giftig. Bei einer Aufnahme in den menschlichen Körper kann es also zu schweren Langzeitfolgen kommen.

Zu solch einer Aufnahme in den Körper kann es beispielsweise schon beim Einatmen der Dämpfe während der Erhitzung kommen. Auch ein Berühren von Augen, oder Mund nach einem Kontakt mit der erkalteten Masse, können zu einer Aufnahme der Giftstoffe in den Körper führen. Aus diesem Grund ist es ratsam, auf eine Alternative, wie beispielsweise Zinn oder Wachs umzusteigen: Beide Stoffe sind nicht giftig und schmelzen schneller als Bleirohlinge.

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