Kurier-Journal

Ein „Fairteiler“ in Bütgenbach

Projekt gegen Lebensmittelverschwendung

(Fortsetzung von Seite 1)

Bütgenbach. – Bislang ist es ein simpler Schrank, deshalb sollen keine Speisen abgegeben werden, die gekühlt werden müssen. Auch Tierfutter darf gerne geteilt werden, unterstreicht Juliane Henkes.

Die ursprüngliche Idee gegen Lebensmittelverschwendung entstand im Sommer 2011 während der Vorbereitungen zum Kinofilm „Taste the Waste“ zwischen Regisseur Valentin Thurn und dem Leiter der Social-Media-Kampagne zum Film, Sebastian Engbrocks, weiß Michèle Noel zu berichten. „Wir kennen es alle: Immer mal wieder fristen Lebensmittel und andere Produkte wie Seife und Duschgel ihr Dasein in unseren Schränken und werden nicht vollständig oder gar nicht verbraucht“, erzählt Juliane Henkes.

Die 36-jährige Bauernhofpädagogin und ihre vier Kolleginnen möchten mit dem „Fairteiler“ nun dieser Verschwendung ein wenig Abhilfe schaffen. Lebensmittel können bedingungslos von Privatpersonen abgestellt und unter ihnen ausgetauscht werden. Die Lebensmittel sollten noch in gutem Zustand sein, wobei das Mindesthaltbarkeitsdatum zweitrangig ist, unterstreichen unsere Gesprächspartner.

In den Schrank gehören bevorzugt Obst und Gemüse, Brot, Backwaren, trockene Lebensmittel wie Tee und Kaffee, Süßigkeiten und Marmelade beispielsweise. Was auf keinen Fall reingehört sind Eier, Milchprodukte und alles, was kühl zu halten oder gefroren ist und auftauen könnte. Fisch, Alkohol, selbstgepflückte Pilze und weitere Lebensmittel die eventuell zu Unwohlsein oder Vergiftungen führen könnten gehören auch nicht hinein.

Der Fairteiler–Schrank steht beinahe unauffällig im Unterbau am Eingang der Schule in der Nähe des kleinen Parkplatzes, an dem morgens die Schulbusse anhalten. Dort wurde auch von der Bauernhofpädagogin Sarah Moeres aus Rocherath ein gut sichtbares buntes Hinweisschild angebracht, damit der Fairteiler leichter zu finden ist.

(Quelle: GrenzEcho)

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