Kurier-Journal

Eifeler Karneval ohne Umzug

Karnevalsgesellschaften sorgen für Klarheit – Maßnahmen erschweren Umsetzung

Eifel. – Die Karnevalsumzüge im Süden Ostbelgiens fallen 2022 aus. Darauf haben sich die Mitglieder des „Stammtischs Eifeler Karnevalisten“ (Steika) verständigt. Über die Kappensitzungen und Karnevalspartys wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Vergangene Woche haben die 14 Karnevalsgesellschaften, die der VoG Steika angeschlossen sind, über die anstehende Session ausgetauscht. „Wir waren uns relativ schnell einig, dass sich eine Organisation der Umzüge angesichts der Umstände schwierig gestalten dürfte“, erklärte der neue Steika-Präsident Jochen Leyens dem GrenzEcho auf Nachfrage. „Wer weiß, welche Maßnahmen dann gelten?“

Es sei zu erwarten, dass die 3G- oder gar die 2G-Regel angewandt werden muss. Eine Kontrolle entlang der weitläufigen Straßen sei quasi unmöglich und ein zu großer Mehraufwand. „Die Zugorganisatoren waren eigentlich schnell der Meinung, dass es nicht umsetzbar ist. Es ist auch nur mehr als fair gegenüber den teilnehmenden Gruppen und Wagenbauern, dass wir ihnen jetzt eine klare Mitteilung machen. Schließlich laufen die Planungen und Vorbereitungen.“ Steika-Vizepräsidentin Pia Thelen ergänzt: „Ich arbeite selbst im Krankenhaus und sehe, dass dort alle am Ende ihrer Kräfte sind. Wir wollen nicht dafür verantwortlich sein, dass es nach Karneval zu einer erneuten Welle kommt.“

Die beschlossenen Zugausfälle bedeuten aber nicht, dass alle karnevalistischen Veranstaltungen bereits abgesagt werden. „Die Kappensitzungen und Partys werden geplant, als ob sie stattfinden würden. Ende Dezember bzw. Anfang Januar werden wir uns nochmal treffen, um darüber endgültig zu befinden“, will Jochen Leyens die Hoffnung auf ein vernünftiges Quäntchen Karneval nicht aufgeben.

Gegenüber den Umzügen haben die Saalveranstaltungen den Vorteil, dass der Zutritt – und die Umsetzung eventueller 3G- oder 2G-Regelungen – klar geregelt werden kann. „Es wäre schade, bereits jetzt alles abzusagen.“

Wer ist die Steika?

Der „Stammtisch Eifeler Karnevalisten“ (Steika) hat sich in diesem Jahr neu aufgestellt und verjüngt. Langjährige verdienstvolle Vorstandsmitglieder, wie Präsident Gilbert Calles, haben sich verabschiedet und Platz für die jüngere Generation gemacht. Den neuen Vorstand bilden fortan Jochen Leyens (Präsident), Pia Thelen (Vize-Präsidentin), Kenny Hepp (Schriftführer), Jean-François Debouny (Kassierer), Sarah Röhl (Beisitzerin) und Marco Andres (Beisitzer).

Die Eifeler Karnevalsgesellschaften sind der Steika fast ausnahmslos angeschlossen. 14 Mitgliedervereine bilden die Reihen der Generalversammlung.

Der neue Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, die Steika bekannter zu machen, damit auch die breite Bevölkerung weiß, was die Vereinigung für den Karneval tut und wie ihre Reihen zusammengesetzt sind. Zudem wurde ein neues Logo ausgearbeitet.

In Zukunft soll auch der eigene Hilfsfonds weiterhin eine Rolle spielen. In der Vergangenheit hat die Steika im Drei-Jahres-Rhythmus eine große Sitzung organisiert. Diese kam immer einem guten Zweck zu bzw. mit dem Reinerlös wurde der Hilfsfonds gespeist, der bedürftigen Menschen aus der Region unter die Arme greift. Über die Neuausrichtung möchte die Steika in den nächsten Wochen und Monaten austauschen.

(Quelle: GrenzEcho)

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